Nachhaltige Gebäude

Ein von der TU Darmstadt entwickeltes Haus gewinnt Energie. Immer mehr Bauherren setzen auf nachhaltige Gebäude.

Auf den ersten Blick kann man den Holzbungalow am Münchner Marienhof für ein normales Wohnhaus halten. Oder auch für einen Messepavillon – modern, leicht und billig. Auffällig ist die große Glasfront, und das viele helle Holz, das an der Fassade verbaut worden ist. Das außergewöhnliche Gebäude ist eine Mischung aus Kraftwerk und Passivhaus, ein sogenanntes Plus-Energie-Haus.
… ”Das sind Dünnschicht-Photovoltaikzellen“, erklärt Jürgen Ujlaki von Schott Solar, dem Hersteller der Solarzellen. Jede einzelne Lamelle trägt ein solches Modul. Man kann einzelne Flügel aufschieben, um Licht und die wärmende Sonne ins Haus zu lassen. …Warmes Wasser wird mit Hilfe von Solarthermie erzeugt,…

Im Jahresdurchschnitt, rechnet Kovacevic vor, brauche das Haus zwei Kilowattstunden Strom pro Quadratmeter, zugleich könnten zu Spitzenzeiten bis zu 16 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Deshalb wird das Gebäude als Plus-Energie-Haus bezeichnet: Es kann nicht nur seinen eigenen Energiebedarf decken, sondern zusätzlich Ökostrom in das Netz einspeisen. “Bisher kommen wir auf eine Überproduktion von acht Megawattstunden pro Jahr….”

“Die Leute wollen sich unabhängig machen”
Nicht nur Privathäuser werden inzwischen energieeffizient gebaut oder saniert. “In Braunschweig hat eine Fabrik alle Register gezogen”, berichtet Hauser. “Sie produziert so viel Strom, dass ihr Energiebedarf gleich Null ist.” Eines der ersten Geschäftshäuser in Passivbauweise steht in Bautzen, dort ist ein Sportgeschäft eingezogen. Und die Deutsche Bank lässt ihre Frankfurter Konzernzentrale für 200 Millionen Euro sanieren, um die Hälfte der bisherigen Energiekosten einzusparen.

Süddeutsche - lesen

Die Energie in einem Kuhstall

Wie viel Energie in unserer unmittelbaren Umgebung noch ungenutzt zur Verfügung steht, zeigt folgende Berechnung der Agentur für erneuerbare Energien :

Angenommen in einem Kuhstall stehen 30 Rinder (aka: Großvieheinheiten), dann liefern uns diese neben Milch und Fleisch auch Ausscheidungen. 30 Rinder produzieren jährlich ca. 540 t Gülle. Aus dieser Menge an Gülle können ca. 13.500 m³ Biogas gewonnen werden, welche wiederum in einer Biogasanlage 31.500 kWhel und 20.000 kWhth erzeugen würden. 31.500 kWhel reichen aus, um 9 Haushalte vollständig mit Strom zu versorgen, 20.000 kWhth bedeuten 1 Jahr Heizenergie für 1 Haushalt.

Die Biogasanlage der Gemeinde Garmisch Partenkirchen

Die Biogasanlage verarbeitet die Ausscheidungen von etwa 250 Rindern, d.h. Jauche und Festmist. Hinzu kommen Grünschnitt und Mähgut in der Größenordnung von 13% Massenanteil. Die Anlage kann hiermit bis zu 420.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen – ausreichend für 110 Haushalte. Hinzu kommen 590.000 kWh jährlich an Wärmeenergie, was wiederum den Jahresbedarf für fast 30 Haushalte abdecken könnte

Vorteile der Energieerzeugung mit Biogasanlagen
Die Vorteile liegen auf der Hand: Solange Fleisch und Milch in der Region erzeugt werden, fallen bei der Viehhaltung Ausscheidungen an, die durch Biogasanlagen effizient zur Energieerzeugung genutzt werden können.

Doch es gibt weitere Pluspunkte:
Das Abfallprodukt dieser Anlagen ist ein sauberer mineralischer Dünger für Weideflächen, der somit auch zur Verbesserung des Bodens sowie zu einer Senkung der Nitratwerte im Grundwasser sorgen kann. In Folge dessen könnten sich viele heimische Pflanzen wieder in ihren natürlichen Lebensräumen ansiedeln.

Aber für die Region würden sich natürlich auch wirtschaftliche Vorteile ergeben, wenn die staatlichen Fördergelder nicht an ausländische Investoren fragwürdiger Projekte, sondern an hier ansässige Projekte mit wirklich nachhaltiger Energieerzeugung fließen würden und dieses Geld somit bei den Menschen in der Region bleiben könnte, die die Fördergelder ja schließlich durch ihre Steuern und Stromrechnungen finanzieren.

Bürgerinitiative für umweltverträgliche und nachhaltige Nutzung alternativer Energiequellen

Biogasanlage, Blockheizkraftwerk, Düngerspeicher für die Bauern

Biogasanlage der Gemeinde Garmisch Partenkirchen im Überblick

Zufuhrsubstrate (Jahreswerte):
Festmist von 250 GV (Großvieheinheiten / Rinder)
Jauche von 250 GV (Großvieheinheiten / Rinder)
Grünschnitt und Mähgut 13% Massenanteil
Jahreserzeugung:
Strom   – 420.000 kWh
Wärme – 590.000 kWh
Vorteile:
Sauberer, mineralischen Dünger für Weideflächen
Verbesserung der Nitratwerte im Grundwasser
Verbesserung der Bodenqualität
Natürliche Pflanzen können sich wieder ansiedeln
Wirtschaftliche Vorteile für unsere Region
Fördergelder bleiben bei den Menschen der Region

Nachhaltige Nutzung von Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplung

Stromerzeugung aus Biomasse Nachhaltige Nutzung von Biomasse in Kraft-Wärme-Kopplung
Systemanalyse ZSW 10.11.2008 – PDF

Konzepte zur Kraft-Wärme-Kopplung mit Biomasse,
Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung E.V.
ZAE Bayern - PDF

Gemeinde Furth schont die Umwelt

Vor allem die vielen Solaranlagen auf den Dächern der rund 3.000-Einwohner-Gemeinde Furth fallen auf. Dazu kommen eine Biogasanlage oder ein Biomasseheizkraftwerk.
www.br-online.de weiterlesen

Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung

Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung
der Universität Göttingen

Dieses Projekt wird gefördert durch die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR),
Projektträger des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft. (BMVEL)

In der Regel verfügt ein Dorf mit landwirtschaftlichen Betrieben über genug Biomasse, so dass eine Versorgung der Anlagen gewährleistet ist. 
Biomasse fällt im ländlichen Raum in ausreichenden Mengen an, und die Landwirte beherrschen die Bereitstellung und die Methoden der Haltbarmachung von Biomasse.

Technik: FAQ Häufig gestellte Fragen
bioenergiedorf.info/projekt/projekt_technik.html

Agrarwissenschaft – vom Landwirt zum Energiewirt
bioenergiedorf.info/projekt/projekt_agrar.html

Bioenergiedörfer - Dörfer mit Zukunft -
bioenergiedorf.info/pdfs/07-08_Brosch%FCre%20IZNE_v2.pdf 

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