Rückschau: Erdwärme – Wer haftet bei Schäden?
Sendeanstalt und Sendedatum: WDR, Samstag, 28. August 2010
von J. Brinkmann/U. Michels
„Also angefangen hat es hier mit einem ganz feinen Haarriss, der dann von Woche zu Woche größer geworden ist. Mein Wohnzimmer kann ich überhaupt nicht mehr benutzen. Die Fußbodenheizung hat es zerfetzt. Die Wohnqualität ist ganz tief im Keller.“ So beschreibt Claus Hermann die aktuelle Situation in seinem Wohnzimmer. Mit viel Liebe hat er in den vergangenen Jahren sein Elternhaus, seit fast 300 Jahren in Familienbesitz, selbst renoviert. Doch jetzt ist es schwer beschädigt. Risse ziehen sich durch fast alle Wände, das alte Fachwerkhaus ist einsturzgefährdet.
Insgesamt geht es um rund 40 Millionen Euro, denn nicht nur Claus Hermann, sondern insgesamt gut 200 Staufener Hausbesitzer sind von den Hebungen und Rissen betroffen. (…)
Der stellvertrende Bürgermeister Helmut Zimmermann lehnt jede juristische Schuld der Stadt Staufen ab: „Wir haben alles Notwendige gemacht. Wir haben das beantragt. Wir haben die wasserrechtliche Genehmigung bekommen. Wir haben Fachfirmen beauftragt, die zertifiziert sind, die das auch immerhin fachlich richtig gemacht haben sollten, also machen sollten. Also so gesehen trifft uns da juristisch keine Schuld.“ Doch wer kommt für den Schaden von Claus Hermann auf? Zahlt nun die Versicherung der Stadt?
Claus Hermanns Anwalt hegt da wenig Hoffnung: „Das Problematische am Fall Hermann ist, dass die eigene Gebäudeversicherung von Herrn Hermann nicht eingreift, weil es kein Elementarschaden ist. (…)
Zur Sendung:
ARD Ratgeber Recht 28-08-2010 – Erdwärme, Schäden bei Bohrungen
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Keine Baugenehmigung für GKW in Steinweiler
Steinweiler / Pfalz
Die Gemeinde Steinweiler will sich weiterhin gegen ein geplantes Geothermie-Kraftwerk wehren. Der Gemeinderat bleibt bei seinem Widerspruch und pocht auf Planungshoheit für oberirdische Bauten.
Lesen im Duttweiler
SuperC/Aachen + NASS/Ansberg
Tiefengeothermie zur Wärmenutzung
Pilotprojekte mit Landeproblemen
SuperC – Aachen
Das Studentische Servicecenter „SuperC“ der RWTH Aachen soll mit Erdwärme beheizt und gekühlt werden.
Vor ca. acht Jahren begann das Projekt Super C in Aachen.
In einem doppelwandigen Rohr soll dabei dabei kaltes Wasser in die Tiefe strömen, sich am Gestein erwärmen und über das innere Förderrohr wieder zum Wärmetauscher an der Übergabestation im Gebäude gelangen.
Die dafür notwendigen Bohrarbeiten wurden vom 19. Juli 2004 bis zum 22. November 2004 durchgeführt. Die Bohrung erreichte eine Endtiefe von 2544 m. Nach Beendigung der Bohrarbeiten wurden geophysikalische Messungen durchgeführt, die Verrohrung bis zur Endtiefe eingebaut und anschließend zementiert.
Seit Mai 2010 fördert eine Pumpe am Aachener Super C-Projekt Wasser zutage. Es handelt sich um einen Testbetrieb ohne Anschluss an das Heizungssystem des Hauses.
Auch acht Jahre nach dem Start des Vorhabens, das heißes Wasser aus zwei Kilometern Tiefe zur Beheizung des futuristischen Hochschulbaus pumpen soll, ist kein Ende der Baustelle in Sicht.
az-web.de-SuperC-Pumpe-foerdert-endlich-Wasser-zutage.html
Kosten des Geothermie-Projekts 5,2 Millionen Euro. Beheizt wird das Gebäude durch einen “Plan B”.
Grossteils finanziert durch: Fördermittel der EU, Fördermittel des Landes NRW, Eigenmittel der RWTH Aachen
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Geothermie Arnsberg / Hüsten
Das tiefste Loch in Nordrhein-Westfalen
Mit den Arbeiten an dem Vorhaben hatte man bereits 2005 begonnen
Die Bohrung sollte nach ihrem endgültigen Ausbau ein Spaßbad, eine benachbarte Schule sowie eine Turnhalle mit Wärme versorgen.
Die Bohrungen Erlenbach 1 musste abgebrochen werden, da man bereits nach 583 Metern auf große Mengen Thermalsole stiess - und dies in unmittelbarer Nähe des Spassbad NASS! Das 35 m² große Solebecken im Saunagarten als auch das Becken im Außenbereich des Bades werden nun mit Thermalsole gespeist NASS – Neues Freizeitbad Arnsberg GmbH
Die städtischen Hallenbäder in Neheim und Arnsberg mussten zu Gunsten des Spassbades schließen. Ebenfalls zu Gunsten des zentralen Bades Nass wurden in den Stadtteilen einige Lehrschwimmbecken geschlossen.
Der nächste Versuch hiess Bohrung Erlenbach 2 und ist das tiefste Loch in Nordrhein-Westfalen. 3000 Meter tief wurde dafür im Stadtteil Hüsten gebohrt.
< Arnsberg, 24.06.2010, Heinz Krischer:
Hüsten. Der Sole-Fund am Arnsberger NASS, der heute als glückliche Fügung angesehen wird, war tatsächlich jedoch das erste Problem in der Reihe der vielen Probleme, die bei der Erschließung von Erdwärme am NASS auftraten. Seit über vier Jahren bemüht sich ein Unternehmen im Auftrag der Stadt darum, heißes Wasser über eine Tiefenbohrung an die Oberfläche zu spülen, mit dem dann das NASS beheizt werden kann….
Doch: Noch immer ist nicht absehbar, wann das heiße Wasser kommt – und wie heiß es denn tatsächlich ist. Davon hängt die Höhe der Energie- und Kosteneinsparung ab. Das Problem: Bei der Tiefenbohrung brach das eingeführte Kunststoffrohr, mit dem das Wasser befördert werden soll. Jetzt wird nach alternativen Werkstoffen gesucht. Als „Notlösung“ ist ein Stahlrohr im Gespräch – auf Kosten von Temperaturverlusten bei der Förderung. „Wir wollen die effizienteste Lösung, und nicht die schnellste“, widersetzt sich Bürgermeister Vogel öffentlichem Druck und hofft, dass doch noch im Herbst 2010 der Durchbruch gelingen könnte. Und dann heißes Wasser aus der Erde das NASS und andere Gebäude beheizt.
Das Projekt Geothermie-Bohrung ist mit 3,35 Millionen Euro veranschlagt. Mit 870.000 Euro fördert das Land die Bohrung. Bisher sind 2,7 Millionen Euro ausgegeben worden. >
derwesten.de/staedte/arnsberg/Pilotprojekt-mit-Landeproblemen
Umweltministerium kritisiert AKW-Gutachten
Zeitung berichtet von internem Papier, das Studien-Autoren schwere Fehler vorwirft
Offensichtlich sitzen im Umweltministerium noch ein paar Beamte, die sich das Denken nicht verbieten lassen mögen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt über ein internes Papier aus dem Hause Norbert Röttgen (CDU), in dem das jüngste Energiegutachten der Bundesregierung scharf kritisiert wird. Wie berichtet, stützen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle bei ihrer Forderungen nach längeren AKW-Laufzeiten (FDP) auf eine Anfang der Woche veröffentlichte Expertise der Forschungsinstitute, Prognos, EWI und GWS. Allerdings hatten die Gutachter nur die Annahmen ihrer Auftraggeber im Wirtschafts- und Umweltministerium den berechneten Szenarien zugrunde gelegt.
Festtage für Lobbyisten
Grundlegend für die Regelungen war dabei ein Gutachten des Energiewissenschaftlichen Instituts Uni Köln, dessen Annahmen mehrfach kritisiert wurden, auch vom Bundesumweltministerium. Das Institut selbst wird maßgeblich von RWE und Eon mitfinanziert.
lobbycontrol-festtage-fur-lobbyisten/
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Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) zeigt in einer im Mai vorab veröffentlichten Stellungnahme auf, dass eine 100% regenerative Stromerzeugung bis 2050 grundsätzlich möglich und wirtschaftlich ist – allerdings nur ohne die Tiefe Geothermie. …
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Atomkraft ist überflüssig
Eine Stromlücke gibt es nicht
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Bad Godesberg / Bonn – Tiefe Geothermie weder wirtschaftlich noch umweltverträglich
Bad Godesberg: Keine Erdwärme aus den Kurpark-Tiefen
General-Anzeiger-Bonn
Von Bernd Linnarz
Bad Godesberg. Der Traum von einer neuen Energiequelle ist für Bad Godesberg vorerst geplatzt. Die Bonner Stadtwerke (SWB) haben ihren ehrgeizigen Plan, aus den Tiefen des Stadtparks Erdwärme zu gewinnen, ad acta gelegt.
Den Ausschlag für die Absage haben aktuelle Gutachten und Analysen gegeben. Unterm Strich, so Weckenbrock, stand für die Stadtwerke ein Minus von rund 410 000 Euro pro Jahr.
Eine detaillierte Verbrauchsberechnung mussten die SWB jedoch gar nicht erst aufstellen. Bei inzwischen auf rund 5,5 Millionen Euro gestiegenen Investitionskosten für das Projekt wäre eine Wärmeleistung von mindestens 2,2 Millionen Kilowattstunden nötig gewesen, um schwarze Zahlen zu schreiben. Heraus kam nach neuesten Berechnungen eines Experten von der FH Aachen aber nur ein Drittel an Energie. Damit war auch für den SWB-Aufsichtsrat das Thema erledigt.
Und noch einen negativen Nebenaspekt hat die so genannte Machbarkeitsstudie ans Licht gefördert: Der ursprünglich avisierte Standort im Stadtpark (hinter dem Trinkpavillon) hätte womöglich enorme Umweltschäden verursacht und den Baumbestand nachhaltig gefährdet. Die Verlegung des Bohrlochs auf den Parkplatz an der Rigal’schen Wiese hätte wiederum einen anderen Nachteil: Die Entfernung zu einem Teil der Endabnehmer (Rathaus und Redoute) wäre derart groß, dass unterwegs zu viel Wärme-Energie verloren geht.
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Exorbitante Verluste – Unterschleissheim
Leistungsfähigkeit der Gemeinde gefährdet - Unterhaching
Täglich ein Verlust von bis zu 4000 € – Landau
Haushaltstechnisch nicht genehmigungsfähig – Gilching
Wahre Versorgungsschande – Heizen mit Kapital
Weitab jeglicher Finanzierbarkeit – Vaterstetten
»Eine solide Finanzierung kann nicht gewährleistet werden, ein Einstieg hätte weit reichende Folgen für andere kommunale Aufgaben« – Haar
Sachverständigenrat für Umweltfragen: 100% regenerative Stromerzeugung nur ohne Geothermie wirtschaftlich
Das EEG und wie aus Atom-Strom “Bio”-Strom wird

BI … Starnberger See e.V.
Der Gänsefuß