Brief von J. Steigenberger & unsere Stellungnahme
Die Bürgerinitiative „Für umweltverträgliche und nachhaltige Nutzung alternativer Energiequellen“ (BIF UN2AE) hat in einem Brief vom 26.Dezember 2009 auf unsere Bedenken bezüglich des bei Bernried geplanten Kraftwerks hingewiesen.
Dieser Brief war an die Landratsämter Weilheim-Schongau und Starnberg sowie zur Information an die Gemeinden Bernried, Tutzing und Wielenbach gerichtet.
Herr Josef Steigenberger hat daraufhin das im Folgenden aufgeführte Schreiben an die betreffenden Landratsämter und die Gemeinden gesandt.
Kurz zuvor wurde ein Brief vom 20. Januar 2010, der auch an die „Bürgerinnen und Bürger der Nachbargemeinden“ gerichtet war, nur an die Bernrieder Haushalte verteilt.
Unsere Bürgerinitiative (BI) hat diese beiden Schreiben von der Gemeinde Bernried offiziell nicht erhalten, jedoch haben aufmerksame Bernrieder Mitglieder unserer BI die Schreiben freundlicherweise an den Arbeitkreis der BI weitergeleitet.
Der Brief von Herrn Josef Steigenberger ist eine persönliche Kommentierung unseres Schreibens jedoch keine Richtigstellung. Auch wir plädieren für eine „sachliche, faktenorientierte Diskussion“.
Leider enthält das Schreiben von Herrn Josef Steigenberger kaum Daten oder Fakten und bezieht sich zum größten Teil auf allgemeine mündliche Aussagen ohne Beleg.
Wir halten diese politische Rhetorik für nicht geeignet um in einen Dialog mit den Bürgern zu treten. Daher möchten wir unsererseits zu den Kommentierungen von Herrn Josef Steigenberger Stellung nehmen.
Unsere BI hat sich stets bemüht, Aussagen grundsätzlich mit Quellen und Dokumenten zu belegen, was wir auch in der folgenden Kommentierung getan haben.
Wir haben in den vergangenen Monaten viel Arbeit investiert um übersichtliche Dokumente mit belegten Informationen zur tiefen Geothermie zusammenzustellen, die über die Werbeaussagen der Interessensverbände hinausgehen.
Wir hoffen, dass Sie mit den beigefügten Informationen unsere Bedenken neu bewerten und bitten Sie nochmals für dieses überdimensionierte Kraftwerk, basierend auf experimenteller Technologie, eine Bauleitplanung durchführen zu lassen.
Mit freundlichen Grüssen,
i.A. der Bürgerinitiative für umweltverträgliche und nachhaltige Nutzung alternativer Energiequellen (BIF UN2AE), Dr. Luisa F. Jiménez Soto
Unsere Antwort auf den Brief von Josef Steigenberger (PDF 11 Seiten)
Hier geht es zum Brief / Brief lesen >
Der Brief wurde versandt an:Landrat Herr Dr. Friedrich Zeller Herr Franz Feigl, Leiter der Dienststelle Schongau Leitung der Abteilung 4 Herr Horst Nadler, Technik Kreisbaumeister Herr Günther Messerschmid, Verwaltung Bauleitplanung u. Baurechtsverfahren Herr Karl Roth Landrat Herr Dr. Gaß 4V GL Geschäftsbereich 4: Bauen – Verwaltung und Technik; Umweltschutz Geschäftsbereichsleiter Verwaltung Herr Dr.-Ing. Christian Kühnel 4T GL Geschäftsbereich 4 Bauen – Verwaltung und Technik; Umweltschutz Geschäftsbereichsleiter Technik
Energie aus deutschen Erdbebenzonen
Zwischen Ostthüringen und Tschechien erstreckt sich eine der seismisch aktivsten Regionen in Mitteleuropa – der sogenannte Egergraben. Geowissenschaftler Horst Kämpf vom Potsdamer Geoforschungszentrum sieht deshalb im Dreiländereck zwischen Sachsen, Bayern und Thüringen das Potential, Energie aus Erdwärme zu gewinnen. Jedes Jahr schwanke die Erde in der Region unzählige Male, doch der Ausschlag auf der Richterskala sei meist so niedrig, dass die Menschen es nicht spüren….
(Anmerkung admin: Bei Erdbeben oder vulkanischer Aktivität kommen mehr Gase aus tieferen Schichten an die Erdoberfläche als sonst)
“Für uns als Wissenschaftler ist das Gebiet ein großes Naturlabor.”
Bei der Ursachenforschung um die Gründe für das starke Aufkommen von Magma und den damit verbundenen Erdstößen bewegen sich die Experten noch im Halbdunkel.
Bisher scheint nur klar zu sein, dass unterirdische CO2-reiche Gase zusammen mit dem heißen Magma in höher gelegene Erdschichten aufsteigen.
(Anmerkung admin: Ein Gas, das zu mehr als 99 Prozent aus Kohlendioxid besteht)
ftd – Artikel lesen
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Kommentar
Endlich wird daran gearbeitet, wie man CO2 aus tiefen Erdschichten fördern könnte, denn bei dem ständigen Kampf der Gesellschaft gegen den CO2-Ausstoß ist zu befürchten, daß es davon bald nichts mehr geben wird. Schließlich wird CO2 (zusammen mit Wasser) von den Pflanzen gebraucht. Wie sonst sollten sie über die Photosynthese ihre Kohlenwasserstoff-Verbindungen aufbauen und den unter anderem auch für uns so wichtigen Sauerstoff freisetzen können?
Natürlich ist der Artikel ein Faschingsscherz!
Gar kein Faschingsscherz dagegen ist aber leider, daß die mit größtem Enthusiasmus geplanten Geothermieprojekte in Oberbayern nur 10% der geförderten Wärme in minimale Anteile an unserem Strombedarf verwandeln können. Den Hauptteil der Wärme befördern solche Anlagen als wesentlichen Anteil an der Klimaerwärmung in die Luft und das wohlgemerkt mit staatlicher Förderung dem Kampf gegen die CO2-Freisetzung entgegengesetzt.
Hermann Edelmann, Dipl. Ing (Physik)

Erfolgsversprechendes Wachstums-Beschleunigungs-Gesetz 2010
alternativ:
Affenkraftwerke – (Achtung Satire!)
(eine zukunfsorientierte Biotechnologie zur ökologischen Energiegewinnung)
Wieso gibt’s die nicht schon längst?
Affenkraftwerke stoßen bei vielen Menschen auf Unverständnis und moralische Zweifel.
Dem soll hier entgegengestellt werden,
dass die Affen nicht gequält werden, denn sie sind ja auf Drogen und merken daher gar nichts,
dass die verschmutzte Umwelt erheblich entlastet wird,
dass wir der Wirtschaft durch billigen Strom zu einem Vorschub verhelfen, der
letztlich tausenden von Menschen einen Arbeitsplatz beschert,
dass durch Dritteweltkraftwerke nicht nur den Kraftwerklern, sondern auch ihren
Angehörigen nachhaltig geholfen wird und
dass in der Bibel steht, man solle sich die Erde Untertan machen.
Weitere Informationen zu Affenkraftwerken:
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Affenkraft
Eines der ältesten globalen Umweltabkommen
Der 2. Februar war Welt-Feuchtgebietstag.
Begangen wird der Tag seit 13 Jahren um eines der ältesten globalen Umweltabkommen zu feiern: Die Ramsar-Konvention wurde 1971 in der gleichnamigen iranischen Stadt als “Konvention über Feuchtgebiete internationaler Bedeutung” beschlossen.
Im Jahr 2010 steht der Tag wenige Wochen nach dem Weltklimagipfel in Kopenhagen und mitten im Jahr der Biodiversität unter dem Motto
“Caring for Wetlands – an answer to climate change”.
Der Schutz der Feuchtgebiete ist auch ein Dienst für das Klima.
Vom Wattenmeer und den Boddengewässern, über Fließgewässer, Auen, Seen, Weiher, Teiche, Tümpel, Moore und Sümpfe: Feuchtgebiete sind nicht nur “Hot Spots” der biologischen Vielfalt, sondern kommen dem Menschen vielfach zugute, zum Beispiel als Hochwasserschutz und bei der Grundwasserneubildung,
sagt Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz (BfN).
“Neben ihrer wichtigen ökologischen Funktion spielen sie auch als Kohlenstoffsenken eine bedeutsame Rolle.“
So übertreffen zum Beispiel Moore mit ihrem “Kohlenstoff-Hunger” sogar Wälder.
Von einst etwa 500.000 Hektar Hochmoorfläche in Deutschland sind heute jedoch nur noch 30.000 Hektar übrig geblieben. In ganz anderer Hinsicht sind Auen “eine Antwort” auf den Klimawandel: Intakte Auenlandschaften sind anpassungsfähig an wechselnde Wasserverhältnisse von Überschwemmungen bis zu Trockenheit. Und deshalb ein Wichtiger Puffer der Folgen des Klimawandels, die sich in zunehmenden Überflutungen und Niedrigwasserperioden widerspiegeln.
Die Ramsar-Konvention hat das Ziel Feuchtgebiete weltweit zu erhalten und zerstörte Gebiete wiederherzustellen. Unterzeichnet wurde die Konvention von 159 Staaten.
wir-klimaretter.de-weltfeuchtgebietstag
Mehr Informationen zur Ramsar-Konvention, Bundesministerium Umwelt, Naturschutz
http://www.bmu.de/naturschutz
Siehe auch “Regional “
Naturschutz – Bernried und Umgebung
Moor-Entwicklungskonzept usw.
Geothermie-Kraftwerk eine Gefahr für den Starnberger See ?
Stellungnahme vom Bund Naturschutz in Bayern e.V.
vom 18. Mai 2009
zum geplanten Geothermiekraftwerk in Windach, Ammersee und weiteren Fehlplanungen:
“… Geothermie-Anlagen, die nur die Stromgewinnung im Auge haben, profitieren offensichtlich von einem Geburtsfehler des EEG (…)
Bei einer Geothermie-Anlage sind die prozentualen Energieverluste noch weit größer: 90% der Gesamtenergie (…)
Unter nachhaltiger Nutzung der Geothermie versteht der Bund Naturschutz, wie oben ausgeführt, etwas ganz anderes.
Sollten weitere Projekte wie das in der Gemeinde Windach geplant werden, wird es mit dem guten Image der Geothermie sehr schnell landesweit vorbei sein. Das sollten die Betreiber im gut verstandenen Eigeninteresse bedenken.
Nicht alles, was unter dem Etikett Erneuerbare Energien firmiert ist auch nachhaltig und förderwürdig. Wir haben das auch bei verschiedenen Biomasseprodukten in den letzten Jahren festgestellt.
Damit das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet wird, lehnt der Bund Naturschutz derart unangepasste Geothermieprojekte wie das hier vorgeschlagene ab.
Stellungnahme vom Bund Naturschutz in Bayern e.V. – lesen
Kulturlandschaft, Wald und Regenmoore – und was Landrat und Bürgermeister dazu sagen.
Moore sind CO2-Senken, wie Meere.
Werden Moore zerstört geben sie ihr gespeichertes CO2 an die Umwelt ab.
Wälder nehmen CO2 auf.
Um nur einmal einige der Fakten zu nennen, die sich darum bemühen mir in meinem Denkprozess einen gewissen Halt zu geben.
Von höchster Stelle wurde der Abbau der CO2-Emissionen befohlen.
Dazu wird eine Kraftwerkstechnologie erwählt, die zwar im Verdacht steht uneffektiv, risikoreich und teuer zu sein, die ein Verbrennungskraftwerk zum Überleben benötigt und einen hohen Stromverbrauch hat, der wiederum aus Verbrennungskraftwerken zugekauft werden darf…
Schon hier verliert sich der Halt in meinem Denkprozess. Wenn ich aber die weiteren Umstände betrachte:
Rodung eines Waldes für dieses Kraftwerk
Ausbau von Strassen für den Kraftwerksverkehr
Regelmässiger KFZ-Verkehr durch einen bisher unbefahrenen Wald
Verdichtung von Waldböden
Zerstörung eines intakten Regenmoores
Zerstörung von Feuchtgebieten
… usw.
verbergen sich mir Vernunft, Sinn, Halt und Zusammenhang. Was denkt sich die Politik dabei, frage ich mich und mache mich sogleich auf die Suche mach dem missing Link.
Dass wir uns dagegen zur Wehr setzen, zeugt nur von Egoismus, sagen Einige.
Denn diese Zerstörung steht unserem Wald, unserer Natur, unseren kleinen Orten bevor. Dem Teil des Starnberger Sees, an den sich Touristen nicht verirren sollen.
Sie tun es aber doch! Bisher zumindest. Fahrradgruppen und Wanderer, die den Massenaufläufen am See entkommen wollen, Menschen die die Stille und den Wald geniessen. Menschen, die Rehe, Fuchs und Hase noch in der freien Wildbahn, statt im Gehege sehen wollen. Menschen, die kleine Wald- und Moorseen lieben, die die einzigartige Flora und Fauna dieser Region entdecken wollen.
Menschen, die beim “Fliegenwirt” in Bauerbach oder beim Dorfwirt in Haunshofen einkehren und statt hektischem Nepp am See auf herzliches bayerisches Brauchtum treffen.
Gestern bekam ich einen Brief von einem Ehepaar mit der Frage, ob ich das Wohnen in Kampberg (LK Starnberg) noch empfehlen könne. Sie hätten ein Grundstück bei uns gekauft und würden wegen dem geplanten Kraftwerk gerne vom Kauf zurücktreten.
Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte unsere Bürgermeister, habe ich geantwortet. Sicher ist, dass es als Nebenwirkung bei uns keine Fernwärme geben wird. Sicher ist allerdings auch, dass die Nebenwirkungen nicht nur uns betreffen werden. Sicher wird im Umkreis von mind. 8 km keiner sein, denn das ist der Bereich in dem Schadensbeben zu erwarten sind. Tutzing und Bernried wären davon also ebenfalls betroffen. Und für Bernried ist auch die Gefahr einer Landabsenkung ungleich grösser als für uns.
Wir sind auch nicht alle gegen das Kraftwerk. Mit Staunen konnte ich unseren Tutzinger Optiker Herrn G. erleben, wie er sich für eine Heutrocknungsanlage aus der Abwärme des geplanten Geothermie-Kraftwerks für die Bauern stark machte. Er wird doch wohl nicht in Green Energy investiert sein? Und warum sollten Bauern daran interessiert sein? Sie können doch problemlos selbst Energie erzeugen. Vom Landwirt zum Energiewirt!
Unsere Bauern sind doch nicht blöd!
Wobei wir wieder bei unserer Landschaft sind. Wir haben noch zusammenhängende Wälder, grosse Weiden von Bächen durchzogen, feuchte Moorwiesen, das Diemendorfer Moos, das Monatshausener Moor und eine alte Torfstecher-Geschichte.
Weltweit werden die letzten Regenmoore geschützt. Auch bei uns!
Weilheim, dessen Landrat sich für die Zerstörung unserer Natur (also für den Kraftwerksbau) so einsetzt, brüstet sich mit Erfolgen bei der Moor-Renaturierung. Also Weilheim Bund Naturschutz hat sich sehr darum bemüht. “Seit vielen Jahren zählt die Renaturierung vom Hochmooren zu den wichtigsten Themen der Kreisgruppe Weilheim-Schongau.”
Der Weilheimer Landrat haut mit dem Popo die Bemühungen ins Lächerliche, schiesst mit spontan durch den Kopf.
Denn das Diemendorfer Moos ist ein intaktes Regenmoor! Man weiss heute, dass man sie nie wieder herstellen kann – weg ist weg. Und damit auch die einzigartige Pflanzen und Tierwelt.
Und weg ist dann auch die CO2-Senke. Und darum geht es doch? CO2 einsparen, oder?
Und was hält Bernried (LK Weilheim-Schongau) von der Zerstörung unserer Kulturlandschaft?
“Man müsse Bäume, Weiher und Biotope schützen, wie auch den Ausbau von Fuß- und Radwegen verstärken, um den Autoverkehr einzuschränken.” Der Bürgermeister sprach sich für den Erhalt der Jahrhunderte alten Kulturlandschaft aus. Bernried sei nicht nur Kulturdorf und Baumdorf, sondern auch Weiherdorf, es besitzt 80 Weiher!”
Der Bernrieder Bürgermeister macht also mit seinem Popo nichts anderes als der Weilheimer Landrat.
Wäre es dem Bürgermeister mit dieser 2005 gemachten Aussage wirklich ernst , käme wohl nur das Wiesbadener Modell für das Kraftwerk in Frage. Nah an bestehender Infrastruktur und ohne Naturzerstörung mit einhergehender zusätzlicher CO2-Emission.
Und so hat Bernried das grösste Geothermiekraftwerk Mitteleuropas beim Dorfwettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft” verkauft:
“Im Rahmen eines geothermischen Projektes hat die Gemeinde gemeinsam mit einem Privatinvestor eine Aufsuchungserlaubnis nach heißen Quellen erhalten. Durch die Nutzung von heißem Wasser soll die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verhindert werden.”
www.lwg.bayern.de/dorfwettbewerb/service/download/linkurl_8.pdf / Seite 6
Bis heute sind wir Bürger nicht über eine Bauleitplanung zum Bernrieder Kraftwerk informiert. Nicht einmal über einen definitiven Standort des Kraftwerks.
Sollte es ein privilegiertes Baurechts-Verfahren für einen Privat-Investor geben, um Naturschutz und Bürger zu umgehen?
Denn nur so ein Verfahren wäre nicht öffentlich.
R.F-Jech / 1.2010
PS.
Das Bayerische Fachinformationssystem Naturschutz gibt Auskunft über die Schutzgebiete.
So besteht rund um Kampberg (LK Starnberg) ein Arten- und Biotopschutz. (Diemendorfer Moos)
Das Diemendorfer Moos, sowie das Niedermoor im Karpfenwinkel sind Teil des Moor-Entwicklungskonzepts der Bayerischen Landesamt für Umweltschutz.
Um Diemendorf (LK Starnberg) besteht Flora,- und Faunaschutz – Natura 2000
Bei Haunshofen (LK Weilheim-Schongau) besteht Flora,- und Faunaschutz – Natura 2000
Arten- und Biotopschutz besteht ebenfalls unmittelbar an der geplanten Durchfahrt des Schwerlastverkehrs zum Wald – bisher ein Wanderweg. (LK Weilheim-Schongau)
Zu Recht ist die gesamte Region Landschaftsschutzgebiet. (LK Weilheim-Schongau + LK Starnberg)
In unmittelbarer Nachbarschaft zum geplanten Kraftwerk befinden sich die Moor-Seen Gallaweiher und Auweiher, deren Uferzonen streng geschützt sind. (LK Weilheim-Schongau)
Das von Bernried 2006 an einen Privatmann verkaufte Gut Unterholz ist Teil des Bernrieder Filz. Nur dem Bund Naturschutz ist es zu verdanken, dass Auflagen für den Schutz des Moores Teil des Kaufvertrags waren.
Rohrleitungswege sollen geschützte Bereiche durchqueren, Lärm (< 110 dB) für Flughafenstimmung im Wald sorgen.
Und was, auch nach EU-Recht, geschützte Gebiete betrifft, kann ich mir einen kleinen Seitenblick auf unseren Tutzinger Bürgermeister nicht ganz verkneifen. So wurde im Tutzinger Claim ….
(jaja, es soll ja bei uns überall gebohrt werden – Goldgräberstimmung im Alpenvorland!)
… ursprünglich das Trinkwasserschutzgebiet im Wielinger Becken als Kraftwerksstandort geplant. Und nachdem dieser Fehler offensichtlich ebenso auffiel, wie die Kosten für das weite Fernwärmenetz bis Tutzing, gibt es jetzt einen Standort direkt an einem zusammenhängenden Natura2000-Gebiet.
Persönlich glaube ich allerdings, dass unser Tutzinger Bürgermeister das vorläufig einzig Mögliche getan hat und den Claim zumindest in Gemeindehand hält, statt ihn einem privaten Investor zu überlassen.

BI … Starnberger See e.V.
Der Gänsefuß