Lobby-Interessen gefährden Wasserqualität
München – Die Vertreter der 2000 bayerischen Kommunen und die Opposition üben heftige Kritik am Gesetzentwurf der Regierung zur Wasserqualität.
Der Entwurf der Staatsregierung sieht vor, Ausgleichsansprüche in Wasserschutzgebieten auszuweiten. Die Folge sind laut Ludwig Wörner (SPD) erhebliche Mehrkosten für die Versorger. Wenn bislang jemand im Wasserschutzgebiet beispielsweise eine Güllegrube bauen wolle, müsse er die aufwendigen Schutzmaßnahmen selbst bezahlen.
Künftig stünden die Wasserversorger in der Pflicht, die Kosten würden auf die Verbraucher umgelegt.
„Es geht uns darum, dass in Bayern nicht weiterhin durch die Ausweisung von Schutzgebieten erhebliche wirtschaftliche Schäden angerichtet werden“,
sagte von Freyberg. In solchen Gebieten sei die wirtschaftliche Nutzung des Landes mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Der Freiherr weist jedoch von sich, besonders auf die FDP eingewirkt zu haben.
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Es liegt am Wasser
Die Ankündigung eines europäischen Forschungsprojekts im nächsten Jahr unter Leitung des Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam, und Beteiligung der Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, mit dem Ziel herauszufinden, inwieweit die Einflussnahme auf den Untergrund durch Geothermieanlagen Erdbeben auslösen kann, kommt u.a. für Basel und Landau zu spät.
Ob es den vielen Gemeinden, die sich aktuell mit einem Goldrausch-ähnlichen Run auf Claims auseinandersetzen müssen noch hilft?
Öl-Firmen und Freibeuter stecken Claims ab, legen Ever-Green Fonds auf, überzeugen mit leeren Versprechen und erhobenem Zeigefinger. Teilweise offensichtlich auch mit Nötigung: “Wenn die Gemeinde mit mitmacht, dann hat sie später kein Mitspracherecht.”
Ich mag gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz in der letzten Zeit gehört habe!
In Schorndorf senkt sich der Erdboden, in Staufen bläht er sich auf, in Landau, in Basel usw. bebt die Erde, bei Unterhaching schüttelt sie sich bisher nur… (um nur in Deutschland zu bleiben) Wiesbaden, Kamen, usw. usw. – täglich neue Schäden durch Geothermie.
Das kann man alles nicht vergleichen? Oberflächen-Geothermie, Tiefe Geothermie, falscher Untergrund, Malm, Gipskeuper – Kein Geothermieprojekt ist mit dem anderen vergleichbar.
Auch das mag ich nicht mehr hören!
Allen Geothermie-Projekten / Geothermie-Kraftwerken ist eins gemeinsam:
WASSER
Hochwasser hat im bayerischen Alpenvorland eine Serie von kleinen Erdbeben hervorgerufen.
Diese überraschende Schlussfolgerung zog Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf in München nach Auswertung der Messergebnisse des Bayerischen Erdbebendienstes.
Chiemgauer Starkregen löste Erdbeben aus: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit Pressemitteilung 20.07.2005 Nr. 409/05
http://www.stmugv.bayern.de/aktuell/presse/detailansicht.htm?tid=8875
Ein ordentlicher Regenguss ist nach jüngsten Forschungsergebnissen in der Lage, ein Erdbeben auszulösen.
Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam um Sebastian Hainzl von der Universität Potsdam und Toni Kraft vom GeoForschungsZentrum Potsdam in einer Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Geophysical Research Letters. 23.10.2006
http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/bericht-72596.html
Und auch den Tiefen Schichten kommt man langsam auf die Spur:
Unterirdisches Wasser treibt Erdbeben an – 06.08.2009 - Geowissenschaften
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/306060.html
Wasser als Erdbeben-Trigger
http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=12064
Und da fällt mir dann die Studie der Unternehmensberatung McKinsey ein: “Warum sind Aldi und Lidel so erfolgreich?”
Ergebnis der teuren Studie: “Es liegt am Preis.”
Es liegt am Wasser!
… ob wie in Basel mit Hochdruck Wasser zur Stimmulation eingepresst wird, oder Wasser in grossen Mengen Re-Injeziert wird, Wasser in grossen Mengen entnommen wird… ob eine Bohrung eine oder mehrere Grundwasser-Schichten durchdringt, oder eine Blase höher oder erst tiefer angestochen wird…. Überall befindet sich Wasser!
Naturgewalt Wasser
Flüsse zerschneiden Gesteine – Wasser formt die Landschaft, Wasserdampf beeinflusst unser Klima. Wir selbst bestehen zu 80% aus Wasser. 70 Prozent der Erde sind mit Wasser bedeckt. Die stärkste Naturgewalt ist Wasser.
Wir lernen gerade erst unsere oberirdischen Eingriffe in die Natur des Wassers zu verstehen. Wir erleben die Konsequenzen.
Das schreckliche Erdbeben in Sichuan mit 70.000 Toten, das lt. Untersuchung von dem Druck des gestauten Wassers getriggert wurde. Überschwemmungen als Folge der Flussbegradigungen, gebrochene Dämme die das Meer zurückhalten sollten, um nur die bekanntesten Probleme zu nennen.
Und wenn auch die Geothermie-Enthusiasten der Öl- und Bohrfirmen, der Wirtschaft und Politik uns die Vorzüge der Geothermie in allen Medien beschreiben, die Forscher und Wissenschaftler wissen, dass sie wenig wissen und sie geben es auch zu.
Dez.09 Dipl.Des.R.F-Jech
Wie die Geothermiebranche ihr Image retten will
Damit die Risiken noch besser eingeschätzt werden können, beginnt Anfang des nächsten Jahres (2010) das europäische Forschungsprojekt “Geiser” (Geothermal Engineering Integrating Mitigation of Induced Seismicity in Reservoirs). Ernst Huenges, Professor am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam, leitet das Projekt, an dem unter anderem die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich beteiligt ist. Ziel ist es herauszufinden, inwieweit die Einflussnahme auf den Untergrund durch Geothermieanlagen Erdbeben auslösen kann.
Eine ungefähre Vorstellung haben die Wissenschaftler davon schon.
Bei den Tiefengeothermieanlagen können auf zwei Arten Erdbeben entstehen: Zum einen kann eine Erschütterung künstlich hervorgerufen werden, indem Wasser mit so hohem Druck in den Untergrund gepresst wird, dass Gestein aufbricht.
Eine andere Ursache für Erdbeben kann sein, dass durch das in den Untergrund gepumpte Wasser eine Art Schmierfilm erzeugt wird, durch den sich Spannungen im Erdreich entladen können.
schreibt spiegel-online am 12.12.2009

BI … Starnberger See e.V.
Der Gänsefuß